Dienstag, 13. Mai 2008
Schaafe Bilder...
Sieben Tage Urlaub an der Küste. Kein Dienst, kein Stress, kein gar nichts. Ein bissl Plüsch höchstens, wie immer im Urlaub, siehe unten... :o)




„Ich war niemals nich das schwarze Schaf der Familie, never ever...!“ Roland schnaufte und blickte wütend zu Arielle. „Und wenn’s so gewesen wäre, wär’s auch okay. Lieber ein klares Schwarz, als so ein fuckin’ unehrliches Schwarz-Weiß, yeah!“



Arielle zuckte mit den Schultern. „Ihr Kerle seid immer so festgelegt, egal, ob die Richtung stimmt oder nicht. Das funktioniert vielleicht in Hollywood, aber nicht in Mecklenburg-Vorpommern, und schon gar nicht hier auf der Halbinsel.“
„Bullshit! That’s exactly what I say... –Halbinsel-... also entweder Insel oder nicht! –Halbinsel- – ist keine klare Ansage, keine klare Richtung, das ist einfach nur, ähm, schwarz-weiß gestreift, yeah...“
„Hier gibt’s kein Bullshit, jedenfalls so lange du dich beherrscht. Hier gibt’s nur Schafskacke, und die ist gleich am Dampfen, wenn du nicht endlich rauskriegst, wie wir zur Bootsanlegestelle kommen! Also reiß deine Cowboy-Seele zusammen und frag’ die schwarzen Kollegen mal nach dem Weg!“
Roland stapfte zu den Schafen, die ihm am nächsten standen, aber eine wirkliche Kommunikation kam nicht zustande. Man guckte sich blöde an, jeder machte die Laute, die er am besten beherrschte und die Schafe beschlossen dann, sich lieber aus dem Staub zu machen.





"Welcher Weg? Ham wir nich, gibt keinen, kommt auch keiner rein... Bäh!"

Roland grummelte. Er hatte Arielle vor Stunden klargemacht, dass die Kerle im Vergleich zu ihren weiblichen Mitläuferinnen quasi lebende Navigationssysteme waren, immer und überall. Aber statt auf dem kürzesten Weg zum Ziel zu marschieren, kurvten sie jetzt schon stundenlang durch die herrliche Natur, die um so mehr an Herrlichkeit verlor, je häufiger man an den gleichen Stellen vorbeikam. Arielle wurde immer zickiger, je öfter sie den selben Schafen begegneten, und Rolands Navigatoren-Image bätterte an jeder Kreuzung, an der er nicht weiter wusste, ein Stück mehr ab.



"Wasser? Hm, das muss hier irgendwo in der Nähe sein... Wir haben da so ein Gefühl. Bäh!"

Irgendwann trafen sie dann auf ein paar Schafe, die sich glücklicherweise erinnern konnten, an welcher Stelle des Strandes die Boote meistens anlegten.Und genau da konnte Käpt’n Bär die beiden schließlich auch einsammeln und nach Hause schippern.



"Was heißt hier Fotos für den Blog? Geh mir aus der Sonne, Knilch!"

Arielle genoss die Fahrt und ihren Sieg über den schwarzen Bullen.



"Oh bring uns sicher nach Hause, liebes Boot! Und lass mich diese Kuh drei Tage nicht sehen..."

Der wiederum schrie seinen Frust in den Fahrtwind und den Lärm des Bootsmotors.
Seine Navigationskünste wurden allerdings erst einmal nicht wieder strapaziert - der Bär fuhr mit GPS, sicherheitshalber...



Der Daumen ist im Bild, weil der Bär fürs Foto mal kurz vom Steuerrad weggezerrt werden musste... :o)

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