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Mittwoch, 10. Dezember 2008
Abgeschossen
kuhlumbus, 22:46h
„Zweite Liga, nie mehr, nie meeeehrheeeerheeeer. Zweite Liga, nie mehr, nie mehr!“ Tausende Nürnberger Fußball-Fans skandierten Montag abend diesen melodischen Herzenswunsch. Und sie haben einen guten Grund für Ihre Zuversicht. Haben sie doch gerade ein Team deklassiert, dessen Fans das Gleiche grölen könnten. Nur eben als bittere Wahrheit, als bedrückendes Gefühl, das sich einstellt, sobald man Tabellenplatz und Spielergebnisse der eigenen Mannschaft vor Augen hat. Denn heraus aus der zweiten Liga kommt man eben auf zweierlei Wegen, und in zweierlei Richtung ...
Und das offensichtliche Vorhaben der Rostocker Hanseaten, den zweiten Weg zu gehen, wenn denn der erste nicht mehr greifbar scheint, bricht mir als Hansa-Fan das Herz.
Erspart mir aber möglicherweise ein Premiere-Abo. Wenigstens was.
Und das offensichtliche Vorhaben der Rostocker Hanseaten, den zweiten Weg zu gehen, wenn denn der erste nicht mehr greifbar scheint, bricht mir als Hansa-Fan das Herz.
Erspart mir aber möglicherweise ein Premiere-Abo. Wenigstens was.
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Samstag, 6. Dezember 2008
Bahn-frei
kuhlumbus, 12:50h
„Die Bahn geht an die Börse!“ Klar, muss sie ja. Denn Fahren geht nicht. Zumindest nicht mit der Bahn. Also muss sie gehen, an die Börse. Und so tun, als ob alle liefe, bei der Bahn. Was ja auch stimmt. Denn Fahren geht ja nicht ...
Wer die Strecke München-Berlin regelmäßig zu befahren hat, weiß wovon ich rede. Ersatzzughopping und Bahnsteigjumping als neue Extremsportarten - stehen, laufen, gehen statt fahren. Terminplanung einmal anders. Knüpfen sozialer Kontakte unter emotional interessanten Bedingungen und so.
Im Übrigen ist schon klar, warum es diese Strecke betrifft. Denn genau zwischen München und Berlin liegt Leipzig. Das Mekka aller Ersatzzüge. Alternativer Weihnachtsmarkt auf den Bahnsteigen. Und die Heimat von Verkehrsminister Tiefensee, Leipzigs Ex-Oberbürgermeister. Kein Wunder also, dass Mehdorn genau hier illustriert, was es im Detail heißt, dass die Bahn auf gutem Wege an die Börse ist. Zumal ihm der Weihnachtsbonus gestrichen wurde, von Tiefensee, mehr oder weniger.
Aber gut, ich wollte eigentlich nicht mehr so oft von der Bahn schreiben. Also lassen wir es laufen. Und lassen Mehdorn gehen, an die Börse. Und fahren fort. Nur nicht mit der Bahn ...
Wer die Strecke München-Berlin regelmäßig zu befahren hat, weiß wovon ich rede. Ersatzzughopping und Bahnsteigjumping als neue Extremsportarten - stehen, laufen, gehen statt fahren. Terminplanung einmal anders. Knüpfen sozialer Kontakte unter emotional interessanten Bedingungen und so.
Im Übrigen ist schon klar, warum es diese Strecke betrifft. Denn genau zwischen München und Berlin liegt Leipzig. Das Mekka aller Ersatzzüge. Alternativer Weihnachtsmarkt auf den Bahnsteigen. Und die Heimat von Verkehrsminister Tiefensee, Leipzigs Ex-Oberbürgermeister. Kein Wunder also, dass Mehdorn genau hier illustriert, was es im Detail heißt, dass die Bahn auf gutem Wege an die Börse ist. Zumal ihm der Weihnachtsbonus gestrichen wurde, von Tiefensee, mehr oder weniger.
Aber gut, ich wollte eigentlich nicht mehr so oft von der Bahn schreiben. Also lassen wir es laufen. Und lassen Mehdorn gehen, an die Börse. Und fahren fort. Nur nicht mit der Bahn ...
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Montag, 1. September 2008
Ja,
kuhlumbus, 00:38h
ich war im Urlaub. Ja, ich hab auch wieder ein paar Fotos gemacht, mit den üblichen Verdächtigen. :o)
Und nein, ich habe es noch nicht geschafft, es für eine ansprechende Blogverwurschtelung zurecht zu schnippeln.
Kommt noch, versprochen!
Statt dessen diese Tage Bürokram auch zu Hause
(neuestes Verlagskind: INFAMILY, Rest bei Google... :o) ).
Und noch etwas, was ich mir im Urlaub beim Erleiden der olympischen Frau Maischberger fest vorgenommen hatte: dem momentan wieder eskalierenden kalten Krieg hinter die Kulissen zu schauen. Bin ja schließlich gelernter Politikwissenschaftler. Und was ich die Tage für den besseren Durchblick mal wieder auffrischend zusammen getragen habe - die Tagespolitik gab ja genug davon her - lässt es mir kalt den Rücken herunterlaufen. Zu haarsträubend ernst, als es hier mit Plüschtieren zu persiflieren.
Obwohl...
Und nein, ich habe es noch nicht geschafft, es für eine ansprechende Blogverwurschtelung zurecht zu schnippeln.
Kommt noch, versprochen!
Statt dessen diese Tage Bürokram auch zu Hause
(neuestes Verlagskind: INFAMILY, Rest bei Google... :o) ).
Und noch etwas, was ich mir im Urlaub beim Erleiden der olympischen Frau Maischberger fest vorgenommen hatte: dem momentan wieder eskalierenden kalten Krieg hinter die Kulissen zu schauen. Bin ja schließlich gelernter Politikwissenschaftler. Und was ich die Tage für den besseren Durchblick mal wieder auffrischend zusammen getragen habe - die Tagespolitik gab ja genug davon her - lässt es mir kalt den Rücken herunterlaufen. Zu haarsträubend ernst, als es hier mit Plüschtieren zu persiflieren.
Obwohl...
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Mittwoch, 25. Juni 2008
Verschnupft
kuhlumbus, 22:31h
Wenn mir momentan jemand sagt, ich soll mir gefälligst an die eigene Nase fassen, reagiere ich etwas gereizt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ich habe die Nase voll. Voller Antikörper und all den Dingen, die Körper und Antikörper in bester Gemeinschaftsarbeit für jemanden bereit halten, der unter „saisonaler allergischer Rhinitis“ leidet – oder „Heuschnupfen“, wie der gemeine und auch der nicht so gemeine Deutsche sagen. Pollenprobleme, und das ganz ohne Blümchen. Umgekehrt wäre es mir wesentlich lieber...
Nicht gut und ziemlich unpraktisch, der Heuschnupfen. Junge Väter werden in diesem Zustand wieder zu kleinen Kindern, zumindest in dem sie diese in Sachen Zellstoffverbrauch locker abhängen. Knallharten Geschäftsleuten kommen plötzlich die Tränen, rote Augen sind auf einmal nicht nur ein Problem billiger Digitalkameras. Windige Schleimer tragen ihre Hinterhältigkeit nun für alle sichtbar mit sich herum – Ergebnis vom Winde angewehter Schleimbildungsprovokateure sozusagen, schleimen as it's best.
Papierkörbe quellen über, der Geräuschpegel in der Straßenbahn steigt deutlich an.
Das herrliche Sommerwetter führt statt zu Genüssen aller Art nur noch zum immer wieder gleich ablaufenden Geniese. Die betroffenen Personen verziehen von einer auf die andere Sekunde ihr Gesicht, kneifen die Augen zusammen, pressen ihre Faust auf die Nasenwurzel, schütteln gereizt ihren Kopf. Hoffen, dass der Anfall vorüber geht. Und explodieren dann doch. Mit allem Drum und Dran, drin und draußen.
Es gibt neben den Unmengen an mehr oder weniger hilfreicher Medizin auch eine Reihe von Tipps, wie man die Unannehmlichkeiten ein wenig abmildern kann. So wird geraten, sich jeden Abend die Haare zu waschen, mit lauwarmem Wasser, ohne sich die Haare vorher zu bürsten. Da ich meine Haare seit Jahren nicht mehr bürsten muss, ist das leicht zu beherzigen. Der Effekt geht allerdings gegen Null, ebenfalls frisurbedingt. Na ja.
Seinen Urlaub sollte man natürlich weit weg von allen Pollenflugschneisen verbringen, auf dem offenen Meer (klar, zwischen Feuerquallen und giftigen Algen...) oder besser noch in der Wüste. Zumindest letzteres wäre überlegenswert.
Wer mit mir was rumzunölen hat, sollte mich also nicht auffordern, mir gefälligst an die eigene Nase zu fassen.
Sondern mich besser gleich in die Wüste schicken.
Danke!
Nicht gut und ziemlich unpraktisch, der Heuschnupfen. Junge Väter werden in diesem Zustand wieder zu kleinen Kindern, zumindest in dem sie diese in Sachen Zellstoffverbrauch locker abhängen. Knallharten Geschäftsleuten kommen plötzlich die Tränen, rote Augen sind auf einmal nicht nur ein Problem billiger Digitalkameras. Windige Schleimer tragen ihre Hinterhältigkeit nun für alle sichtbar mit sich herum – Ergebnis vom Winde angewehter Schleimbildungsprovokateure sozusagen, schleimen as it's best.
Papierkörbe quellen über, der Geräuschpegel in der Straßenbahn steigt deutlich an.
Das herrliche Sommerwetter führt statt zu Genüssen aller Art nur noch zum immer wieder gleich ablaufenden Geniese. Die betroffenen Personen verziehen von einer auf die andere Sekunde ihr Gesicht, kneifen die Augen zusammen, pressen ihre Faust auf die Nasenwurzel, schütteln gereizt ihren Kopf. Hoffen, dass der Anfall vorüber geht. Und explodieren dann doch. Mit allem Drum und Dran, drin und draußen.
Es gibt neben den Unmengen an mehr oder weniger hilfreicher Medizin auch eine Reihe von Tipps, wie man die Unannehmlichkeiten ein wenig abmildern kann. So wird geraten, sich jeden Abend die Haare zu waschen, mit lauwarmem Wasser, ohne sich die Haare vorher zu bürsten. Da ich meine Haare seit Jahren nicht mehr bürsten muss, ist das leicht zu beherzigen. Der Effekt geht allerdings gegen Null, ebenfalls frisurbedingt. Na ja.
Seinen Urlaub sollte man natürlich weit weg von allen Pollenflugschneisen verbringen, auf dem offenen Meer (klar, zwischen Feuerquallen und giftigen Algen...) oder besser noch in der Wüste. Zumindest letzteres wäre überlegenswert.
Wer mit mir was rumzunölen hat, sollte mich also nicht auffordern, mir gefälligst an die eigene Nase zu fassen.
Sondern mich besser gleich in die Wüste schicken.
Danke!
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Sonntag, 18. Mai 2008
Unter(m) Strom
kuhlumbus, 19:24h
Noch eine kleine Erinnerung an den Urlaub...
Während man sich an den deutschen Frühstückstischen bildlesenderweise über die wieder angekündigten Strompreiserhöhungen aufregte, waren wir schon per pedes unterwegs und standen irgendwann auch unter den Adern, durch die das immer wertvollere Stromdingens floss. Noch waren weit und breit keine Sicherheitskräfte zu sehen. Auch Stacheldraht fehlte - obwohl, davon müssten vom G8-Gipfel ja noch tonnenweise hier im Norden herumliegen. Mal abwarten, ab wann der teure Strom dann unter besonderem Schutz stehen wird...
Wir hatten übrigens den Eindruck, dass da irgendwer schon am Abzapfen war, hoch oben in den Leitungen. Gut zu sehen, aber schlecht zu erkennen. Nur der gleißende Stromball an der Abzapfstelle war deutlich wahrzunehmen. Na ja, bald werden die Stromschäubles auch diesem Frevel ein Ende bereiten...

Und noch was, der sogenannte gelbe Strom hat nichts mit China zu tun - wie man in der gegenwärtigen politischen Mainstream-Aufregung vermuten könnte. :o) Seinen Namen hat er einfach von der Stelle, an der er entspringt... :o)

...
PS: Viele herzliche Grüße übrigens an die zwei Energiewesen, die grad die Schlüssel zu meiner Wohnung durch die Welt tragen, nach Düsseldorf und Tamera... Habe eure Ankunftsgrüße bekommen. Man sieht sich, in welcher Erscheinungsform auch immer...:o)
Während man sich an den deutschen Frühstückstischen bildlesenderweise über die wieder angekündigten Strompreiserhöhungen aufregte, waren wir schon per pedes unterwegs und standen irgendwann auch unter den Adern, durch die das immer wertvollere Stromdingens floss. Noch waren weit und breit keine Sicherheitskräfte zu sehen. Auch Stacheldraht fehlte - obwohl, davon müssten vom G8-Gipfel ja noch tonnenweise hier im Norden herumliegen. Mal abwarten, ab wann der teure Strom dann unter besonderem Schutz stehen wird...
Wir hatten übrigens den Eindruck, dass da irgendwer schon am Abzapfen war, hoch oben in den Leitungen. Gut zu sehen, aber schlecht zu erkennen. Nur der gleißende Stromball an der Abzapfstelle war deutlich wahrzunehmen. Na ja, bald werden die Stromschäubles auch diesem Frevel ein Ende bereiten...

Und noch was, der sogenannte gelbe Strom hat nichts mit China zu tun - wie man in der gegenwärtigen politischen Mainstream-Aufregung vermuten könnte. :o) Seinen Namen hat er einfach von der Stelle, an der er entspringt... :o)

...
PS: Viele herzliche Grüße übrigens an die zwei Energiewesen, die grad die Schlüssel zu meiner Wohnung durch die Welt tragen, nach Düsseldorf und Tamera... Habe eure Ankunftsgrüße bekommen. Man sieht sich, in welcher Erscheinungsform auch immer...:o)
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Dienstag, 13. Mai 2008
Schaafe Bilder...
kuhlumbus, 23:16h
Sieben Tage Urlaub an der Küste. Kein Dienst, kein Stress, kein gar nichts. Ein bissl Plüsch höchstens, wie immer im Urlaub, siehe unten... :o)

„Ich war niemals nich das schwarze Schaf der Familie, never ever...!“ Roland schnaufte und blickte wütend zu Arielle. „Und wenn’s so gewesen wäre, wär’s auch okay. Lieber ein klares Schwarz, als so ein fuckin’ unehrliches Schwarz-Weiß, yeah!“

Arielle zuckte mit den Schultern. „Ihr Kerle seid immer so festgelegt, egal, ob die Richtung stimmt oder nicht. Das funktioniert vielleicht in Hollywood, aber nicht in Mecklenburg-Vorpommern, und schon gar nicht hier auf der Halbinsel.“
„Bullshit! That’s exactly what I say... –Halbinsel-... also entweder Insel oder nicht! –Halbinsel- – ist keine klare Ansage, keine klare Richtung, das ist einfach nur, ähm, schwarz-weiß gestreift, yeah...“
„Hier gibt’s kein Bullshit, jedenfalls so lange du dich beherrscht. Hier gibt’s nur Schafskacke, und die ist gleich am Dampfen, wenn du nicht endlich rauskriegst, wie wir zur Bootsanlegestelle kommen! Also reiß deine Cowboy-Seele zusammen und frag’ die schwarzen Kollegen mal nach dem Weg!“
Roland stapfte zu den Schafen, die ihm am nächsten standen, aber eine wirkliche Kommunikation kam nicht zustande. Man guckte sich blöde an, jeder machte die Laute, die er am besten beherrschte und die Schafe beschlossen dann, sich lieber aus dem Staub zu machen.


"Welcher Weg? Ham wir nich, gibt keinen, kommt auch keiner rein... Bäh!"
Roland grummelte. Er hatte Arielle vor Stunden klargemacht, dass die Kerle im Vergleich zu ihren weiblichen Mitläuferinnen quasi lebende Navigationssysteme waren, immer und überall. Aber statt auf dem kürzesten Weg zum Ziel zu marschieren, kurvten sie jetzt schon stundenlang durch die herrliche Natur, die um so mehr an Herrlichkeit verlor, je häufiger man an den gleichen Stellen vorbeikam. Arielle wurde immer zickiger, je öfter sie den selben Schafen begegneten, und Rolands Navigatoren-Image bätterte an jeder Kreuzung, an der er nicht weiter wusste, ein Stück mehr ab.

"Wasser? Hm, das muss hier irgendwo in der Nähe sein... Wir haben da so ein Gefühl. Bäh!"
Irgendwann trafen sie dann auf ein paar Schafe, die sich glücklicherweise erinnern konnten, an welcher Stelle des Strandes die Boote meistens anlegten.Und genau da konnte Käpt’n Bär die beiden schließlich auch einsammeln und nach Hause schippern.

"Was heißt hier Fotos für den Blog? Geh mir aus der Sonne, Knilch!"
Arielle genoss die Fahrt und ihren Sieg über den schwarzen Bullen.

"Oh bring uns sicher nach Hause, liebes Boot! Und lass mich diese Kuh drei Tage nicht sehen..."
Der wiederum schrie seinen Frust in den Fahrtwind und den Lärm des Bootsmotors.
Seine Navigationskünste wurden allerdings erst einmal nicht wieder strapaziert - der Bär fuhr mit GPS, sicherheitshalber...

Der Daumen ist im Bild, weil der Bär fürs Foto mal kurz vom Steuerrad weggezerrt werden musste... :o)

„Ich war niemals nich das schwarze Schaf der Familie, never ever...!“ Roland schnaufte und blickte wütend zu Arielle. „Und wenn’s so gewesen wäre, wär’s auch okay. Lieber ein klares Schwarz, als so ein fuckin’ unehrliches Schwarz-Weiß, yeah!“

Arielle zuckte mit den Schultern. „Ihr Kerle seid immer so festgelegt, egal, ob die Richtung stimmt oder nicht. Das funktioniert vielleicht in Hollywood, aber nicht in Mecklenburg-Vorpommern, und schon gar nicht hier auf der Halbinsel.“
„Bullshit! That’s exactly what I say... –Halbinsel-... also entweder Insel oder nicht! –Halbinsel- – ist keine klare Ansage, keine klare Richtung, das ist einfach nur, ähm, schwarz-weiß gestreift, yeah...“
„Hier gibt’s kein Bullshit, jedenfalls so lange du dich beherrscht. Hier gibt’s nur Schafskacke, und die ist gleich am Dampfen, wenn du nicht endlich rauskriegst, wie wir zur Bootsanlegestelle kommen! Also reiß deine Cowboy-Seele zusammen und frag’ die schwarzen Kollegen mal nach dem Weg!“
Roland stapfte zu den Schafen, die ihm am nächsten standen, aber eine wirkliche Kommunikation kam nicht zustande. Man guckte sich blöde an, jeder machte die Laute, die er am besten beherrschte und die Schafe beschlossen dann, sich lieber aus dem Staub zu machen.


"Welcher Weg? Ham wir nich, gibt keinen, kommt auch keiner rein... Bäh!"
Roland grummelte. Er hatte Arielle vor Stunden klargemacht, dass die Kerle im Vergleich zu ihren weiblichen Mitläuferinnen quasi lebende Navigationssysteme waren, immer und überall. Aber statt auf dem kürzesten Weg zum Ziel zu marschieren, kurvten sie jetzt schon stundenlang durch die herrliche Natur, die um so mehr an Herrlichkeit verlor, je häufiger man an den gleichen Stellen vorbeikam. Arielle wurde immer zickiger, je öfter sie den selben Schafen begegneten, und Rolands Navigatoren-Image bätterte an jeder Kreuzung, an der er nicht weiter wusste, ein Stück mehr ab.

"Wasser? Hm, das muss hier irgendwo in der Nähe sein... Wir haben da so ein Gefühl. Bäh!"
Irgendwann trafen sie dann auf ein paar Schafe, die sich glücklicherweise erinnern konnten, an welcher Stelle des Strandes die Boote meistens anlegten.Und genau da konnte Käpt’n Bär die beiden schließlich auch einsammeln und nach Hause schippern.

"Was heißt hier Fotos für den Blog? Geh mir aus der Sonne, Knilch!"
Arielle genoss die Fahrt und ihren Sieg über den schwarzen Bullen.

"Oh bring uns sicher nach Hause, liebes Boot! Und lass mich diese Kuh drei Tage nicht sehen..."
Der wiederum schrie seinen Frust in den Fahrtwind und den Lärm des Bootsmotors.
Seine Navigationskünste wurden allerdings erst einmal nicht wieder strapaziert - der Bär fuhr mit GPS, sicherheitshalber...

Der Daumen ist im Bild, weil der Bär fürs Foto mal kurz vom Steuerrad weggezerrt werden musste... :o)
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Sonntag, 6. April 2008
"Belebt Geist und Körper"
kuhlumbus, 22:07h
Seitdem ich den Spam ein wenig konsequenter ausfiltere, erlaube ich mir den einen oder anderen gelasseneren Blick auf die Flut von Mails, in denen man sich um das Heil meiner Seele und meines Körpers kümmert. Mit Angeboten, die man eigentlich nicht ablehnen könnte, so nett, wie sie das eine oder andere Mal formuliert sind. Hat auch sein Gutes, dass die Übersetzungsprogramme noch nicht perfekt sind. :o)
Zum Beispiel…
„Wir konnen uns einschiffen Ihre Medikamente BEFREIEN uber Nacht“
Das klingt, als hätte man interkontinental die Lösung für Inkontinenz gefunden, in dem man die Sache einfach umdreht. Befreiung von der krampfhaften Trockenhaltung durch resolute BEFREIUNG vom Zwang, weitgehend auf dem Trockenen zu sitzen, oder zu liegen. Einschiffen als Protest gegen zunehmende körperliche Unzulänglichkeiten – vorausgesetzt, man hat die richtigen Medikamente.
Denn…
„Bewusst des Schwindels oder der schlechten Medikamente?“
Was also, wenn es nicht hilft, und man das befreiende Einschiffen nicht hinbekommt, also weder wirklich trocken noch tatsächlich entspannt ist?
Was Schönes träumen möglicherweise. Von einer jungen Frau aus Russland vielleicht. Die hat mich doch aus Millionen Alternativen ausgesucht, um mit mir das wahre Glück zu finden…
„Verwundere sich uber meinen Brief bitte nicht. …Ich denke dass du und ich konnen wir versuchen, die grosse Liebe zu schaffen. Moglich irrte ich mich auch diesen e-mail anderen den Mann. Wenn ich mich jenes irrte bitte ich, mich zu verstehen. Aber ich werde mich uber deine Antwort freuen. Moglich bist du ein guter Mann. …“
Bin ich schon. Aber vielleicht hätte die Mail ehrlicher geklungen, wenn da stünde: „Sie haben gewonnen! Sie sind jetzt – um 13.37 Uhr – der 999.999 Leser dieser Mail. Schicken Sie uns Ihre Adresse und Ihre persönlichen Daten, damit Sie sich Ihren Preis abholen können…“ So in etwa vielleicht. Aber so? Da nutzt es auch nix, wenn die Schreiberin versucht, den Job ihrer Eltern in ein interessantes Licht zu rücken:
„In diesem Moment lebe ich in Kanada. Meine Eltern sind abgereist, in Kanada das Jahr ruckwarts zu arbeiten.“
Na ja, nichts ist perfekt.
Außer manche Software vielleicht…
„Konnen die Produkte der Sofware gleichzeitig billig aber original und vollig sein? Ja, und Sie bekommen momentan die Programmen auf allen europaischen Sprachen uberlassen, die fur Windows und Macintosh vorherbestimmt sind. Einfach bezahlen und auslasten.“
Hätt ich vielleicht gemacht, wenn wenigstens ein gutes Übersetzungsprogramm dabei gewesen wäre… :o)
Zum Beispiel…
„Wir konnen uns einschiffen Ihre Medikamente BEFREIEN uber Nacht“
Das klingt, als hätte man interkontinental die Lösung für Inkontinenz gefunden, in dem man die Sache einfach umdreht. Befreiung von der krampfhaften Trockenhaltung durch resolute BEFREIUNG vom Zwang, weitgehend auf dem Trockenen zu sitzen, oder zu liegen. Einschiffen als Protest gegen zunehmende körperliche Unzulänglichkeiten – vorausgesetzt, man hat die richtigen Medikamente.
Denn…
„Bewusst des Schwindels oder der schlechten Medikamente?“
Was also, wenn es nicht hilft, und man das befreiende Einschiffen nicht hinbekommt, also weder wirklich trocken noch tatsächlich entspannt ist?
Was Schönes träumen möglicherweise. Von einer jungen Frau aus Russland vielleicht. Die hat mich doch aus Millionen Alternativen ausgesucht, um mit mir das wahre Glück zu finden…
„Verwundere sich uber meinen Brief bitte nicht. …Ich denke dass du und ich konnen wir versuchen, die grosse Liebe zu schaffen. Moglich irrte ich mich auch diesen e-mail anderen den Mann. Wenn ich mich jenes irrte bitte ich, mich zu verstehen. Aber ich werde mich uber deine Antwort freuen. Moglich bist du ein guter Mann. …“
Bin ich schon. Aber vielleicht hätte die Mail ehrlicher geklungen, wenn da stünde: „Sie haben gewonnen! Sie sind jetzt – um 13.37 Uhr – der 999.999 Leser dieser Mail. Schicken Sie uns Ihre Adresse und Ihre persönlichen Daten, damit Sie sich Ihren Preis abholen können…“ So in etwa vielleicht. Aber so? Da nutzt es auch nix, wenn die Schreiberin versucht, den Job ihrer Eltern in ein interessantes Licht zu rücken:
„In diesem Moment lebe ich in Kanada. Meine Eltern sind abgereist, in Kanada das Jahr ruckwarts zu arbeiten.“
Na ja, nichts ist perfekt.
Außer manche Software vielleicht…
„Konnen die Produkte der Sofware gleichzeitig billig aber original und vollig sein? Ja, und Sie bekommen momentan die Programmen auf allen europaischen Sprachen uberlassen, die fur Windows und Macintosh vorherbestimmt sind. Einfach bezahlen und auslasten.“
Hätt ich vielleicht gemacht, wenn wenigstens ein gutes Übersetzungsprogramm dabei gewesen wäre… :o)
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Sonntag, 24. Februar 2008
Es ist ein Kreuz
kuhlumbus, 17:33h
…mit den lieben Liebenden.
Ich habe grad bei bona gelesen: „Die langweiligste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Gerade.“
Das ist nicht nur kongeniale Lebensphilosophie sondern auch der Ausgangspunkt, von dem aus Tausende von Regisseuren und Produzenten ebenso viele Filme auf die Leinwand gebracht haben. Darüber, auf welchen verschlungenen Wegen solche Verbindungen letzten Endes zustande kommen. Oder auch nicht.
Angefangen von der „Schlangenlinie“ zwischen Adam und Eva hat es unendliche Variationen in jeder nur erdenklichen Form gegeben. In Spiralen, im Dreieck, im Zickzack, auf Nebenarmen von Fraktalen, oder eben auf Kreuzwegen und -zügen aufeinander geprallt – alles war schon irgendwann Thema in Literatur oder Film. Und trotz Verschlungenheit der Wege auch das eine oder andere Mal durchaus langweilig.
Was man – so meine Meinung – von Till Schweigers „Keinohrhasen“ wirklich nicht sagen kann. Dabei ist es schon seltsam - das Sujet war nicht wirklich neu, die Handlung so ziemlich vorhersehbar, Klischees nicht zu übersehen. Trotzdem hat alles irgendwie gestimmt, hat der Film die Herzen erreicht, hatte das Lächeln der Zuschauer eine romantisierte Note, war das Lachen selbst beim Klamauk ein wenig leiser und wärmer als sonst.
Warum eigentlich?
Vielleicht weil Till und Co. es geschafft haben, die vielen bekannten Zutaten für dieses Genre im vorliegenden Fall präzise auf den Punkt hin zu mischen. Vielleicht weil Nora Tschirner ihre herzerwärmende (und überaus erotische…) Spröde gegenüber Filmmacho Till Schweiger verteidigen konnte, während letzterer seine dramaturgische Metamorphose in glaubhaftem Maße vollzog (wie erotisch das nun wirkte, kann ich eher weniger einschätzen…). Und sich und andere dabei auf eine sympathische Art und Weise auf die Schippe nimmt. Vielleicht stimmte die Mischung auch, weil die Filmkinder hier etwas ehrlicher und dennoch berührender agierten, als viele Disney-Kids – wie sie beispielsweise Schwarzenegger oder Diesel das Leben schwer gemacht haben.
Oder aber einfach nur, weil der Film meinen persönlichen Geschmack getroffen hat, meine Stimmung aufgefangen, mich bewegt. :o)
Egal. Ich kann „Keinohrhasen“ denen, die ihn noch nicht gesehen haben, nur empfehlen.
Empfehlen kann ich auch eine Tour zur kleinen Heilandskirche von Sacrow – das ist die, neben der Nora und Till so herrlich (nicht)kommuniziert haben. :o)
Ein Kleinod in einer schönen Parklandschaft an der Havel, auch wenn jetzt erst einmal nur zu erahnen war, wie der Park im Frühling aussehen wird.

Übrigens, als für den Film Plüschtiere gecastet wurden, hatten der Bär und Arielle keine Chance. Während Arielle nahe dran war, sich die Ohren dafür abschneiden zu lassen, um ein paar Minuten mit Till Schweiger spielen zu dürfen, hatte der Bär es rigoros abgelehnt.
Klar, einmal in den Händen von Nora Tschirner zu sein, ist eine durchaus motivierende Aussicht. Aber den perfekten Eindruck kann man auf sie schon mal gar nicht machen, so ganz ohne Ohren… :o)

Also Till und Nora, das nächste Mal bitte mit Ohren.
"Ein Braunbär kriegt schwarz-weiße Streifen" oder so... :o)
Ich habe grad bei bona gelesen: „Die langweiligste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Gerade.“
Das ist nicht nur kongeniale Lebensphilosophie sondern auch der Ausgangspunkt, von dem aus Tausende von Regisseuren und Produzenten ebenso viele Filme auf die Leinwand gebracht haben. Darüber, auf welchen verschlungenen Wegen solche Verbindungen letzten Endes zustande kommen. Oder auch nicht.
Angefangen von der „Schlangenlinie“ zwischen Adam und Eva hat es unendliche Variationen in jeder nur erdenklichen Form gegeben. In Spiralen, im Dreieck, im Zickzack, auf Nebenarmen von Fraktalen, oder eben auf Kreuzwegen und -zügen aufeinander geprallt – alles war schon irgendwann Thema in Literatur oder Film. Und trotz Verschlungenheit der Wege auch das eine oder andere Mal durchaus langweilig.
Was man – so meine Meinung – von Till Schweigers „Keinohrhasen“ wirklich nicht sagen kann. Dabei ist es schon seltsam - das Sujet war nicht wirklich neu, die Handlung so ziemlich vorhersehbar, Klischees nicht zu übersehen. Trotzdem hat alles irgendwie gestimmt, hat der Film die Herzen erreicht, hatte das Lächeln der Zuschauer eine romantisierte Note, war das Lachen selbst beim Klamauk ein wenig leiser und wärmer als sonst.
Warum eigentlich?
Vielleicht weil Till und Co. es geschafft haben, die vielen bekannten Zutaten für dieses Genre im vorliegenden Fall präzise auf den Punkt hin zu mischen. Vielleicht weil Nora Tschirner ihre herzerwärmende (und überaus erotische…) Spröde gegenüber Filmmacho Till Schweiger verteidigen konnte, während letzterer seine dramaturgische Metamorphose in glaubhaftem Maße vollzog (wie erotisch das nun wirkte, kann ich eher weniger einschätzen…). Und sich und andere dabei auf eine sympathische Art und Weise auf die Schippe nimmt. Vielleicht stimmte die Mischung auch, weil die Filmkinder hier etwas ehrlicher und dennoch berührender agierten, als viele Disney-Kids – wie sie beispielsweise Schwarzenegger oder Diesel das Leben schwer gemacht haben.
Oder aber einfach nur, weil der Film meinen persönlichen Geschmack getroffen hat, meine Stimmung aufgefangen, mich bewegt. :o)
Egal. Ich kann „Keinohrhasen“ denen, die ihn noch nicht gesehen haben, nur empfehlen.
Empfehlen kann ich auch eine Tour zur kleinen Heilandskirche von Sacrow – das ist die, neben der Nora und Till so herrlich (nicht)kommuniziert haben. :o)
Ein Kleinod in einer schönen Parklandschaft an der Havel, auch wenn jetzt erst einmal nur zu erahnen war, wie der Park im Frühling aussehen wird.

Übrigens, als für den Film Plüschtiere gecastet wurden, hatten der Bär und Arielle keine Chance. Während Arielle nahe dran war, sich die Ohren dafür abschneiden zu lassen, um ein paar Minuten mit Till Schweiger spielen zu dürfen, hatte der Bär es rigoros abgelehnt.
Klar, einmal in den Händen von Nora Tschirner zu sein, ist eine durchaus motivierende Aussicht. Aber den perfekten Eindruck kann man auf sie schon mal gar nicht machen, so ganz ohne Ohren… :o)

Also Till und Nora, das nächste Mal bitte mit Ohren.
"Ein Braunbär kriegt schwarz-weiße Streifen" oder so... :o)
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Mittwoch, 20. Februar 2008
Bärenjagd...
kuhlumbus, 13:49h
Jetzt also auch ich.
Im Visier der Blog-Abmahner.
Vor einigen Tagen habe also auch ich meine erste Abmahnung erhalten. Ich hätte mit der Wortspielerei Unsinn/Sinn/Übersinn bei den Textlinks auf weitere private Blogs die Rechte der Markeninhaberin für die Marke "Übersinn" verletzt. Rechnung (vierstellig) und Unterlassungserklärung anbei.
Ich habe erst einmal widersprochen und überlege gemeinsam mit ein paar Fachleuten, was man da noch machen muss, machen sollte, machen könnte. Wenn sich das Ganze weiterentwickelt, gibt es an dieser Stelle vielleicht einiges zu lesen... :o)
Vorerst belasse ich es bei dieser kurzen Info. Auch die Kommentare dazu habe ich ausgestellt, bevor sich hier noch jemand um Kopf und Kragen redet...
Ach ja, den Textlink habe ich umbenannt. Natürlich aus rein persönlichen Gründen. "Edelsinn" passt irgendwie besser zu meiner Tochter... :o)
Update 01 (23.02.): Meinen Widerspruch hat der Rechtsanwalt offensichtlich erst einmal ignoriert und mir in freundlichen Worten eine nächste Frist für Zahlung und Unterlassungserklärung gesetzt. Schaun wir mal...
Im Visier der Blog-Abmahner.
Vor einigen Tagen habe also auch ich meine erste Abmahnung erhalten. Ich hätte mit der Wortspielerei Unsinn/Sinn/Übersinn bei den Textlinks auf weitere private Blogs die Rechte der Markeninhaberin für die Marke "Übersinn" verletzt. Rechnung (vierstellig) und Unterlassungserklärung anbei.
Ich habe erst einmal widersprochen und überlege gemeinsam mit ein paar Fachleuten, was man da noch machen muss, machen sollte, machen könnte. Wenn sich das Ganze weiterentwickelt, gibt es an dieser Stelle vielleicht einiges zu lesen... :o)
Vorerst belasse ich es bei dieser kurzen Info. Auch die Kommentare dazu habe ich ausgestellt, bevor sich hier noch jemand um Kopf und Kragen redet...
Ach ja, den Textlink habe ich umbenannt. Natürlich aus rein persönlichen Gründen. "Edelsinn" passt irgendwie besser zu meiner Tochter... :o)
Update 01 (23.02.): Meinen Widerspruch hat der Rechtsanwalt offensichtlich erst einmal ignoriert und mir in freundlichen Worten eine nächste Frist für Zahlung und Unterlassungserklärung gesetzt. Schaun wir mal...
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Sonntag, 17. Februar 2008
Bärlinale...
kuhlumbus, 11:49h
Keine Frage. Wenn es in Berlin um Bären geht, ist auch der Bär selber da. Dieses Mal zumindest.
Rote, im Wind flatternde Fahnen, rote Teppiche, rote Nasen. Letztere bei denen, die sich schon am frühen Morgen nach Karten für die gefragtesten Vorführungen anstellten.
Die Stones in Berlin, begeistert erwartet und dann sogar ausgepfiffen, weil sie ihre Fans links und rechts liegen ließen, kaum Autogramme, keine Herzlichkeit, kein gar nix. Na ja.
Ganz anders Jürgen Vogel. Der konnte kaum genug kriegen vom Bad in der Menge. Er legte auf dem roten Teppich eine Strecke zurück, auf der er wahrscheinlich bis nach Venedig gekommen wäre – wäre er nur geradeaus gegangen. Ist er aber nicht. Vor, zurück, links rüber, rechts rüber. Hier ein Mikro, da ein Autogramm. Und immer ein breites Lächeln. Vielleicht Werbung für seinen Zahnarzt, oder Begeisterung über die schöne Frau an seiner Seite, zu der er immer wieder strahlend hochschaute...
Apropos Venedig. Es hat tatsächlich Leute gegeben, die zweifelnd vor dem überall prangenden Berlinale-Bären standen. Und sich wunderten, warum der Löwe so komisch aussah. „Wird wohl eher eine Löwin sein.“ Wahrscheinlich eine Verdrängungsleistung als Folge der Berliner Knutomanie.
Arielle dagegen hatte keine Probleme, in den Signets immer gleich einen Bären zu erkennen. :o) Klar, das Privileg, quasi von einem Bären auf der Blogweide behütet zu werden, hat auch seine Vorteile...

Achso, im Kino war der Bär auch. „Ben X“, ein eher nachdenklich machender Film über einen autistischen Schüler, seine Probleme mit den Reizen der Welt um ihn herum, seinen Flucht- oder Identitätspunkt in einem Online-Game, den eskalierenden Konflikt mit seinen Mitschülern. Und mit einem Ende, das zumindest diskussionswürdig ist. Wie der ganze Film überhaupt seinen Finger in eine große Wunde legt. Mal schauen, wie das deutsche Publikum damit umgehen wird...
Rote, im Wind flatternde Fahnen, rote Teppiche, rote Nasen. Letztere bei denen, die sich schon am frühen Morgen nach Karten für die gefragtesten Vorführungen anstellten.
Die Stones in Berlin, begeistert erwartet und dann sogar ausgepfiffen, weil sie ihre Fans links und rechts liegen ließen, kaum Autogramme, keine Herzlichkeit, kein gar nix. Na ja.
Ganz anders Jürgen Vogel. Der konnte kaum genug kriegen vom Bad in der Menge. Er legte auf dem roten Teppich eine Strecke zurück, auf der er wahrscheinlich bis nach Venedig gekommen wäre – wäre er nur geradeaus gegangen. Ist er aber nicht. Vor, zurück, links rüber, rechts rüber. Hier ein Mikro, da ein Autogramm. Und immer ein breites Lächeln. Vielleicht Werbung für seinen Zahnarzt, oder Begeisterung über die schöne Frau an seiner Seite, zu der er immer wieder strahlend hochschaute...
Apropos Venedig. Es hat tatsächlich Leute gegeben, die zweifelnd vor dem überall prangenden Berlinale-Bären standen. Und sich wunderten, warum der Löwe so komisch aussah. „Wird wohl eher eine Löwin sein.“ Wahrscheinlich eine Verdrängungsleistung als Folge der Berliner Knutomanie.
Arielle dagegen hatte keine Probleme, in den Signets immer gleich einen Bären zu erkennen. :o) Klar, das Privileg, quasi von einem Bären auf der Blogweide behütet zu werden, hat auch seine Vorteile...

Achso, im Kino war der Bär auch. „Ben X“, ein eher nachdenklich machender Film über einen autistischen Schüler, seine Probleme mit den Reizen der Welt um ihn herum, seinen Flucht- oder Identitätspunkt in einem Online-Game, den eskalierenden Konflikt mit seinen Mitschülern. Und mit einem Ende, das zumindest diskussionswürdig ist. Wie der ganze Film überhaupt seinen Finger in eine große Wunde legt. Mal schauen, wie das deutsche Publikum damit umgehen wird...
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Sonntag, 10. Februar 2008
Entsafter (ohne Jugendfreigabe)
kuhlumbus, 11:04h
Wieviel Liter Blut sind in einer Kuh? Die Schlachter und Metzger unter Ihnen mögen das wissen, den anderen sei gesagt, auf 1000 Kilo Kuh kommen etwa 70-80 Liter Blut. Bis zu einer viertel Stunde dauert es, bis eine Kuh nach dem Schlachten quasi blutleer ist. Bei Gasoline mag das anders sein, sie ist ja eher mit Methan gefüllt. Arielle mit Meerwasser und die intrigante Silke wahrscheinlich mit grüner Galle...
Aber ich schweife ab. Eigentlich will ich ein bissl was rüberschwappen lassen, vom kuhlumbianischen Büroschreibtisch. Blut nämlich. Genau das geht mir durch den Kopf, wenn ich mir so die gegenwärtige Unterhaltungslandschaft anschaue. Die schreit gerade danach, mal wieder ein wenig kolumniert zu werden.
Mach ich doch glatt! :o)
„There Will Be Blood!“
Und das ist keine leere Versprechung. Die diesjährige Oscar-Verleihung wirft ihre blutigen Schatten voraus.
Während die Hersteller von Computerspielen für den deutschen Markt das Blut grün färben oder Autorennen nur von Modellpuppen steuern lassen müssen, um ins Regal zu kommen, langt Hollywood mal wieder richtig zu.
Mit „Sweeney Todd“ beispielsweise. Der rasiermesserschwingende Barbier, gespielt von Johnny Depp, singt sich in diesem Film seine gequälte Seele aus dem Leib und zieht als blutiger Racheengel seinen Opfern die Klinge durch den Hals. Von dem, was danach passiert, mal ganz zu schweigen. Obwohl ich Helena Bonham Carter immer wieder gerne sehe, eigentlich.
Während die klassischen Verfilmungen etwa vom „Grafen von Monte Christo“ inzwischen ihren festen Platz im Sonntagnachmittag-Programm der Fernsehanstalten bekommen, dürfte dem Rächer Johnny Depp dieser Platz verwehrt bleiben. Trotz überraschend passabler Stimme. Wobei, wenn es mit dem Medienangebot so weitergeht, kann man sich selbst da nicht sicher sein. Immerhin darf man sich diesen Film in den deutschen Kinos schon ab 16 Jahren ansehen. Käme ein Spieleprogrammierer auf die Idee, so ziemlich das Gleiche den jugendlichen Computerspielern anzubieten, wäre die Diskussion um das Verbot gewalthaltiger Computer- und Videospiele schlagartig beendet. Mit einem Sieg für Bayern, wie im Fußball.
Auf der Bühne wiederum kann man dagegen etwas weitergehen, da ist es ja richtige Kunst. Und die Zuschauer dort sind – im Unterschied zum Computerspiel - eh zum passiven Zuschauen verdammt. Blutrünstige Zeitgenossen dürfen nicht so einfach auf die Bühne, empfindliche Feingeister dagegen nicht ohne weiteres aus dem Saal – es sei denn, man heißt Loriot und verdient damit sein Geld. Aber vielleicht sitzt man weit genug weg, seine Emotionen im Zaum zu halten. Denn das sollte man.
Immerhin fließt in der aktuell in Deutschland aufgeführten Bühnenfassung literweise Blut.
Kein Problem, meinte der Regisseur des Stückes gegenüber dem Unterhaltungsmagazin NEMO, „wo Blut fließen muss, da fließt es auch!“ Künstliches natürlich, denn schließlich ist es ja Kunst.
Aber ich schweife ab. Eigentlich will ich ein bissl was rüberschwappen lassen, vom kuhlumbianischen Büroschreibtisch. Blut nämlich. Genau das geht mir durch den Kopf, wenn ich mir so die gegenwärtige Unterhaltungslandschaft anschaue. Die schreit gerade danach, mal wieder ein wenig kolumniert zu werden.
Mach ich doch glatt! :o)
„There Will Be Blood!“
Und das ist keine leere Versprechung. Die diesjährige Oscar-Verleihung wirft ihre blutigen Schatten voraus.
Während die Hersteller von Computerspielen für den deutschen Markt das Blut grün färben oder Autorennen nur von Modellpuppen steuern lassen müssen, um ins Regal zu kommen, langt Hollywood mal wieder richtig zu.
Mit „Sweeney Todd“ beispielsweise. Der rasiermesserschwingende Barbier, gespielt von Johnny Depp, singt sich in diesem Film seine gequälte Seele aus dem Leib und zieht als blutiger Racheengel seinen Opfern die Klinge durch den Hals. Von dem, was danach passiert, mal ganz zu schweigen. Obwohl ich Helena Bonham Carter immer wieder gerne sehe, eigentlich.
Während die klassischen Verfilmungen etwa vom „Grafen von Monte Christo“ inzwischen ihren festen Platz im Sonntagnachmittag-Programm der Fernsehanstalten bekommen, dürfte dem Rächer Johnny Depp dieser Platz verwehrt bleiben. Trotz überraschend passabler Stimme. Wobei, wenn es mit dem Medienangebot so weitergeht, kann man sich selbst da nicht sicher sein. Immerhin darf man sich diesen Film in den deutschen Kinos schon ab 16 Jahren ansehen. Käme ein Spieleprogrammierer auf die Idee, so ziemlich das Gleiche den jugendlichen Computerspielern anzubieten, wäre die Diskussion um das Verbot gewalthaltiger Computer- und Videospiele schlagartig beendet. Mit einem Sieg für Bayern, wie im Fußball.
Auf der Bühne wiederum kann man dagegen etwas weitergehen, da ist es ja richtige Kunst. Und die Zuschauer dort sind – im Unterschied zum Computerspiel - eh zum passiven Zuschauen verdammt. Blutrünstige Zeitgenossen dürfen nicht so einfach auf die Bühne, empfindliche Feingeister dagegen nicht ohne weiteres aus dem Saal – es sei denn, man heißt Loriot und verdient damit sein Geld. Aber vielleicht sitzt man weit genug weg, seine Emotionen im Zaum zu halten. Denn das sollte man.
Immerhin fließt in der aktuell in Deutschland aufgeführten Bühnenfassung literweise Blut.
Kein Problem, meinte der Regisseur des Stückes gegenüber dem Unterhaltungsmagazin NEMO, „wo Blut fließen muss, da fließt es auch!“ Künstliches natürlich, denn schließlich ist es ja Kunst.
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Freitag, 8. Februar 2008
Überraschung
kuhlumbus, 00:42h
Wieder mal im Zug. Ich weiß, es fängt jedesmal so an. :o) Und geht auch immer ähnlich weiter. Heute zum Beispiel. Die üblichen Kettendurchsagen auf dem Berliner Hauptbahnhof: Wegen Wagentausches fährt die Regionalbahn X nicht durch, ein Ersatzzug steht bereit. Weil dieser bereit steht, kommt der für den betreffenden Bahnsteig geplante ICE einen Bahnsteig weiter an. Was nur deshalb geht, weil der dort eigentlich erwartete Zug Verspätung hat...
Während ich versuche, den Überblick zu behalten, beginnt zwei Stockwerke über mir auch auf dem Hauptbahnhof die Berlinale.
Na gut, Scorsese und Jagger sinds nicht, aber immerhin Thailand, Kunst, Musik und Feuerwerk. Meine eigenen Berlinale-Termine sind aber erst nächste Woche, also konzentriere ich mich auf die Logistik meines Heimweges nach Leipzig.
Mein Zug kommt pünktlich. Dafür gehen die Reservierungsschilder nicht. Das hat den Effekt, dass in dem gut besetzten Wagen die Kommunikation unter den Fahrgästen erheblich befördert wird, noch bevor sie es selber werden. So nach dem Motto: Eigentlich ist das mein Platz. - Nö, isses nicht, wenn nix dran steht, ist nicht reserviert. Aber setzen Sie sich doch da drüben hin, da ist noch frei. - Nein stimmt nicht, da sitze ich. Mit Platzkarte, eigentlich. Na ja.
Kurz nach der Abfahrt dann die Durchsage des Zugführers: Bedauerlicherweise seien die Leuchtschilder ausgefallen, wegen eines „komplexen Computerproblems, das leider erst heute Nacht in der Werkstatt behoben werden kann. Ich hoffe, wir werden gemeinsam damit fertig. Vielen Dank für Ihr Verständnis!“
Na gut. Ich sitze. Also habe ich es, das Verständnis. Ist ja auch eine Sache der Routine, Verständnis für die Ecken und Kanten einer Bahnfahrt zu entwickeln.
Dann passiert das Unerwartete.
Der Kellner aus dem Speisewagen läuft an unseren Zweite-Klasse-Sitzen vorbei und bietet an, uns am Platz zu bedienen. Ich teste das und bestelle mir ein Hefeweizen. Tatsächlich. Es klappt. Klar, bezahlt werden muss es trotzdem, ganz soweit ist die Bahn dann doch noch nicht. Aber immerhin, es tut gut, nach dem Fingerfood meines Berlin-Termins jetzt wohltemperierte Kohlensäure hinterher zu schütten. Außerdem hab ich so doch gleich wieder was zu bloggen. Prost! :o)
Während ich versuche, den Überblick zu behalten, beginnt zwei Stockwerke über mir auch auf dem Hauptbahnhof die Berlinale.
Na gut, Scorsese und Jagger sinds nicht, aber immerhin Thailand, Kunst, Musik und Feuerwerk. Meine eigenen Berlinale-Termine sind aber erst nächste Woche, also konzentriere ich mich auf die Logistik meines Heimweges nach Leipzig.
Mein Zug kommt pünktlich. Dafür gehen die Reservierungsschilder nicht. Das hat den Effekt, dass in dem gut besetzten Wagen die Kommunikation unter den Fahrgästen erheblich befördert wird, noch bevor sie es selber werden. So nach dem Motto: Eigentlich ist das mein Platz. - Nö, isses nicht, wenn nix dran steht, ist nicht reserviert. Aber setzen Sie sich doch da drüben hin, da ist noch frei. - Nein stimmt nicht, da sitze ich. Mit Platzkarte, eigentlich. Na ja.
Kurz nach der Abfahrt dann die Durchsage des Zugführers: Bedauerlicherweise seien die Leuchtschilder ausgefallen, wegen eines „komplexen Computerproblems, das leider erst heute Nacht in der Werkstatt behoben werden kann. Ich hoffe, wir werden gemeinsam damit fertig. Vielen Dank für Ihr Verständnis!“
Na gut. Ich sitze. Also habe ich es, das Verständnis. Ist ja auch eine Sache der Routine, Verständnis für die Ecken und Kanten einer Bahnfahrt zu entwickeln.
Dann passiert das Unerwartete.
Der Kellner aus dem Speisewagen läuft an unseren Zweite-Klasse-Sitzen vorbei und bietet an, uns am Platz zu bedienen. Ich teste das und bestelle mir ein Hefeweizen. Tatsächlich. Es klappt. Klar, bezahlt werden muss es trotzdem, ganz soweit ist die Bahn dann doch noch nicht. Aber immerhin, es tut gut, nach dem Fingerfood meines Berlin-Termins jetzt wohltemperierte Kohlensäure hinterher zu schütten. Außerdem hab ich so doch gleich wieder was zu bloggen. Prost! :o)
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Kuhlumbus der Bär grüßt ganz lieb Anja und Julia in der Nähe, Fussel in der Mitte, Blümchen im Süden, Erika und Sabine im Norden... naja, und die Männer halt. :o)